Am gestrigen Samstagabend stand für den WHV das erste Heimspiel im Jahre 2026 auf dem Programm. In einem von beiden Seiten fehlerbehafteten Spiel hatte der WHV die Partie über lange Zeit im Griff, ehe es in der Schlussphase noch einmal sehr eng werden sollte. Ein junger und ein erfahrener Spieler sorgten schließlich für den wichtigen Sieg und den perfekten Heimauftakt in das Jahr 2026.
Vor 853 Zuschauern erwischten unsere Jungs, wie schon in Hamm, einen perfekten Start in die Partie. Auch wenn Matej Kozul in der ersten Aktion des Spiels per Siebenmeter am guten Linus Borreck im Lippe-II-Tor scheiterte (1:08), beeindruckte das unser Team wenig. Die Abwehr stand sicher und Jakub Lefan war sofort mit Paraden im Spiel. Dem Angriff von Lippe II, die ohne ihren Toptorschützen Hark Hansen antraten, fehlte es an Durchschlagskraft – ganz im Gegensatz zum WHV-Angriff. Dieser bestrafte die Fehler der Gäste konsequent, und Josip Repusic sorgte schließlich mit seinem Tor für die 5:0-Führung (6:59).
Auch eine Auszeit von Lippe II brachte zunächst keine Besserung, da Matej Kozul per Siebenmeter zur 6:0-Führung traf (9:34) und die Nordfrost Arena zum Toben brachte. Erst in der 10. Minute (!) brachte Jarnes Faust Lippe II erstmals auf die Anzeigentafel (6:1) und läutete eine Aufholjagd ein. Der WHV produzierte nun zu viele Fehler im Angriff, sodass Lippe II bis auf 6:4 (12:23) verkürzen konnte.
Unsere Jungs blieben jedoch ruhig, und der überragende Okke Dröge (am Ende zehn Tore) stellte wieder eine Vier-Tore-Führung her (9:5, 15:27). Zweimal bebte anschließend die Nordfrost Arena: Nach einer Parade von Jakub Lefan traf Tom Frangen mit vollem Einsatz vom Kreis einlaufend in doppelter Unterzahl zum 10:5 (17:05). Nach einem weiteren Ballgewinn erhöhte Josip Repusic ebenfalls in Unterzahl auf 11:5 (18:13).
Eigentlich hätte der Vorsprung noch weiter anwachsen müssen, doch Fehlwürfe und Ballverluste standen dem in der Folge im Weg. Lippe II bestrafte diese Fehler eiskalt und kam mit einem 0:4-Lauf dank Thore Rahmlow beim 11:9 (22:13) wieder in Schlagdistanz. Auch bis zum Ende der ersten Halbzeit blieb die Partie umkämpft. Über 13:11 (25:39) und 14:12 (28:20) stellte Frederik Puls 49 Sekunden vor der Pause per Siebenmeter den 15:13-Halbzeitstand her.
Dank eines starken Jakub Lefan und einer guten Abwehr hatte der WHV die Partie die meiste Zeit im Griff, doch zu viele Angriffsfehler verhinderten eine höhere Führung. Keiner ahnte, dass es noch einmal sehr eng werden würde.
Auch den Beginn der zweiten Halbzeit erwischten unsere Jungs gut, als Jan Bennet Behrends den WHV wieder mit drei Toren in Führung brachte (16:13, 30:38). Len Farrel Kehrmann verkürzte zwar postwendend auf 16:14 (30:58), doch der WHV konnte sich erneut auf seine Abwehr verlassen. Ballgewinne führten dazu, dass Duncan Postel auf 18:14 erhöhte (35:39), ehe Josip Repusic sogar die erste Fünf-Tore-Führung erzielte (21:16, 38:50).
Die Gäste kämpften jedoch weiter und kamen dank WHV-Fehlern mit einem 0:3-Lauf wieder zurück ins Spiel (22:19, 41:14). Doch auch Lippe II leistete sich nun Fehler im Angriff, die unsere Jungs – angetrieben von Okke Dröge – mit einem eigenen 3:0-Lauf nutzten (25:19, 46:53). Lippe II schlug erneut mit einem 0:3-Lauf zurück und kam beim 25:22 durch Jarnes Faust (49:48) wieder heran.
Der WHV blieb jedoch ruhig und stellte durch einen Siebenmeter von Matej Kozul wieder eine Vier-Tore-Führung her (27:23, 52:49). Nach einem weiteren Treffer von Josip Repusic, eingeleitet durch eine Parade von Jakub Lefan, lag der WHV weiterhin mit vier Toren vorne (29:25, 54:52), ehe eine heiße Schlussphase eingeläutet wurde.
Lippe II verteidigte nun offensiv und zwang den WHV zu Ballverlusten, da man zu oft an Linus Borreck scheiterte. Die Gäste nutzten diese Ballgewinne zu schnellen Toren und waren nach dem Treffer von Marco Bilanzola zum 29:28 (57:52) plötzlich in Reichweite von Auswärtspunkten.
Doch dann fasste sich Tom Frangen ein Herz und traf zum wichtigen 30:28 (58:21), was die Nordfrost Arena erneut zum Toben brachte. Thore Rahmlow fand zwar die schnelle Antwort zum 30:29 (59:24), doch der WHV hatte den letzten Angriff. Matej Kozul bekam den Ball und versenkte ihn aus dem Stand aus der Rückraummitte elf Sekunden vor dem Ende zum 31:29-Endstand – inklusive Doppelzeigefingerjubel.
Anschließend herrschten Erleichterung und Jubel im WHV-Fanlager sowie Frust und Enttäuschung bei Lippe II. Die Mannschaft bedankte sich anschließend mit einer La-Ola-Welle für die Unterstützung, und wir waren froh über die wichtigen Punkte 14 und 15 der Saison.
In einer Woche steht dann die schwerste Auswärtshürde der Saison auf dem Programm, wenn der WHV am 31.01.2026 um 19:00 Uhr in der EmsArena auf den TV Emsdetten trifft. Vielleicht kommen unsere Jungs – wie zuletzt in Hamm – auch am nächsten Samstag für eine Überraschung beim Tabellenführer infrage.
Ihr
Tobias Manick
WHV Fanclub Jade-Seals